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Reiblamellen – Schaeffler Friction Products

Zur Übertragung hoher Leistungsklassen haben sich „in Öl laufende“ Lamellenkupplungen und -bremsen als ideales Übertragungsglied bewährt. Die Lamellenkupplung beinhaltet dabei eine Vielzahl von Reib- und Stahllamellen, welche zusammen mit dem Öl ein tribologisches System bilden, um das gewünschte Drehmoment zu übertragen.

reiblamellenDie Reiblamelle besteht dabei aus einem Stahlträger und einem entsprechenden Reibwerkstoff. Als Reibwerkstoffe gelten hierbei organische Papiere, Sinterwerkstoffe, Elastomere sowie gepresstes Graphit, jedoch besteht der überwiegende Teil von Reiblamellenanwendungen aus „Papieren“. Papier selbst ist vielleicht die falsche Bezeichnung, da es sich um eine Hochleistungs-Fasermatrix handelt und sich dabei mehr auf das Herstellungsverfahren als auf das Produkt bezieht. Diese Fasermatrix wird auf einer Papiermaschine hergestellt, in welcher ein wässriger Papierschlamm (Fasern und Füllstoffe) auf einem Sieb getrocknet wird, und auf einen Stahlträger geklebt.

Reiblamellen kommen somit in einem breiten Spektrum von Anwendungen zum Einsatz, die da wären:

  • Doppelkupplungsgetriebe Lamellen
  • Wandlerüberbrückungskupplungen
  • Kupplungen und Bremsen für Automatikgetriebe
  • Rad- und Achsbremsen
  • Differentialsperren
  • Allradverteilergetriebe
  • Nebenabtriebe
  • Hauptkupplungen

Hitzeflecken / Hot Spots

Hot Spot Analyse über Eigenwerte

Dies sind nur einige vieler komplexer Applikationen. Als Spezialist auf dem Gebiet der Tribologie und Reiblamellentechnik steht die Firma Schaeffler Friction Products für Qualität und Innovation. Mit eigener Papierentwicklung und Herstellung kommt dabei neueste Entwicklungs- und Produktionstechnik zum Einsatz. Durch Verwendung neuester Faser- und Harztechniken bis hin zur tribologischen Optimierung von Werkstoffeigenschaften und deren Oberflächen werden immer wieder bahnbrechende Erfolge in der Reibtechnologie geschaffen. Unser Forschungs- und Entwicklungsteam, bestehend aus internationalen Chemikern und Ingenieuren, arbeitet hierbei an richtungsweisenden Methoden der Tribologie.

Parallel entwickeln wir im eigenen R&D-Zentrum mit Hilfe von FEA- und Simulationsmethodik neueste anwendungsspezifische Lamellenlösungen für den weltweiten Markt. Sei dies nun die Optimierung des Reibwertverhaltens, die Schaltqualität, Reibschwingungen oder zum Beispiel die Problemlösung thermoelastischer Instabilität wie Hitzeflecken (Hot-Spotting), Lamellenverzug – unsere Simulationstechnik mit Labor und Prüffeld ermöglicht ein breites Spektrum an zielführenden Methoden.

Mit nahezu zwanzig Basispapieren in Kombination verschiedenster Harztypen ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten. Für die Auslegung von Lamellenkupplungen und Bremsen stehen Ihnen Applikations- und Entwicklungsingenieure mit kompetentem Fachwissen zur Seite. Durch den engen Kontakt mit unseren Kunden erarbeiten wir spezifische Lösungen, welche maßgeschneidert das Anforderungsprofil erfüllen. Über die Auswahl der richtigen Fasermatrix bis hin zur idealen Stahlgegenlauffläche finden wir Lösungen, die der Anwendung gerecht werden.